Es ist geschafft, die Viertelfinals
sind komplett. Was für ein Knorz – zumindest wenn man
Ukraine-England geschaut hat. Die Boys von Roy Hodgson hatten ganz
klar zuerst die Devise „ja kein Tor bekommen!“, so rannten die
Ukrainer bis zum Tor von Wayne Rooney erfolglos an. Und was für ein
Tor, Riesenpatzer der Hintermannschaft inkl. Goalie. Auf der anderen
Seite hielten Joe Hart, immer irgend ein Bein und der 5. Offizielle
den Engländer die Null! Währenddessen spielten die Franzosen nicht
mal so schlecht, können sich schlussendlich aber bei Hugo Lloris
bedanken, dass es am Schluss nur 2:0 für Schweden stand. Nun trifft
Laurent Blanc mit seinen Mannen auf Spanien, England auf Italien.
Ukraine und Polen folgen somit ihren
Vorgängergastgebern, Schweiz und Österreich, die beide ebenfalls,
wir wissen es, nach der Gruppenphase die Segel streichen mussten.
(K)Ein Tor des Tages!
Tor! Oder doch nicht? Sicher, der Ball
war definitiv hinter der Linie. Sicher ist auch, dass der
„Torraumrichter“ wohl so nah am Pfosten stand, dass die
Perspektive einfach nicht mehr hergab. Und sicher ist auch, dass dem
Keintor-Tor ein Offside an der Mittellinie vorausging. Eigentlich
kann sich niemand beschweren (obwohl heute, wie der ORF-Kommentator
wohl treffend bemerkte die innenpolitischen Seiten bei den
ukrainischen Zeitungen gestrichen werden und auf Seiten 1-80 nur
Fussball und das (schwache) ungarische Schiriquintett behandelt
werden würde). Und doch kommt wieder die leidige
Torraumkameradiskussion auf. Leidig, weil es längst keine Diskussion
mehr sein sollte. Leidig, weil es technisch längst machbar wäre.
Und leidig, weil es nur darum geht, bei genau solchen Szenen auf eine
Torkamera zurückzugreifen. Das gäbe dann pro 5 Spiele vielleicht
eine zu überprüfende Szene, das ist alles. Elferentscheidungen,
mögliche Offsides, das alles lässt man wie es ist. Aber die
Torkamera muss einfach her. Schluss, aus, fertig!
Heute ist Ruhetag, das heisst man kann
die Beine abends auch mal wieder bewegen, die Sitzmulde im
Fernsehsessel ausklopfen, den traurig dreinblickenden Vierbeiner
ausführen und die leeren Bierflaschen endlich entsorgen. Die ganz
harten unter uns können sich natürlich ein Spiel als Aufzeichnung
ansehen, das in den Parallelübertragungen verloren ging... aber
seien wir ehrlich: Kennt man das Resultat, ist das ganze etwa so
prickelnd wie ein lauwarmes Bier ohne Kohlensäure. Nein, nein,
lassen wir den Fussball für heute mal gut sein, setzen wir uns in
den Garten und geniessen den Sommer – oder wer Lust hat, kann sich
auch die neueste Rosamunde Pilcher Verfilmung antun, irgendwo läuft
sicher so ein Unding.
In dem Sinne, gute, wenn auch kurze
Erholung!

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