Mittwoch, 20. Juni 2012

Tag 12 - Rooney macht's auf deutsch!


Es ist geschafft, die Viertelfinals sind komplett. Was für ein Knorz – zumindest wenn man Ukraine-England geschaut hat. Die Boys von Roy Hodgson hatten ganz klar zuerst die Devise „ja kein Tor bekommen!“, so rannten die Ukrainer bis zum Tor von Wayne Rooney erfolglos an. Und was für ein Tor, Riesenpatzer der Hintermannschaft inkl. Goalie. Auf der anderen Seite hielten Joe Hart, immer irgend ein Bein und der 5. Offizielle den Engländer die Null! Währenddessen spielten die Franzosen nicht mal so schlecht, können sich schlussendlich aber bei Hugo Lloris bedanken, dass es am Schluss nur 2:0 für Schweden stand. Nun trifft Laurent Blanc mit seinen Mannen auf Spanien, England auf Italien.
Ukraine und Polen folgen somit ihren Vorgängergastgebern, Schweiz und Österreich, die beide ebenfalls, wir wissen es, nach der Gruppenphase die Segel streichen mussten.


(K)Ein Tor des Tages!
Tor! Oder doch nicht? Sicher, der Ball war definitiv hinter der Linie. Sicher ist auch, dass der „Torraumrichter“ wohl so nah am Pfosten stand, dass die Perspektive einfach nicht mehr hergab. Und sicher ist auch, dass dem Keintor-Tor ein Offside an der Mittellinie vorausging. Eigentlich kann sich niemand beschweren (obwohl heute, wie der ORF-Kommentator wohl treffend bemerkte die innenpolitischen Seiten bei den ukrainischen Zeitungen gestrichen werden und auf Seiten 1-80 nur Fussball und das (schwache) ungarische Schiriquintett behandelt werden würde). Und doch kommt wieder die leidige Torraumkameradiskussion auf. Leidig, weil es längst keine Diskussion mehr sein sollte. Leidig, weil es technisch längst machbar wäre. Und leidig, weil es nur darum geht, bei genau solchen Szenen auf eine Torkamera zurückzugreifen. Das gäbe dann pro 5 Spiele vielleicht eine zu überprüfende Szene, das ist alles. Elferentscheidungen, mögliche Offsides, das alles lässt man wie es ist. Aber die Torkamera muss einfach her. Schluss, aus, fertig!


Heute ist Ruhetag, das heisst man kann die Beine abends auch mal wieder bewegen, die Sitzmulde im Fernsehsessel ausklopfen, den traurig dreinblickenden Vierbeiner ausführen und die leeren Bierflaschen endlich entsorgen. Die ganz harten unter uns können sich natürlich ein Spiel als Aufzeichnung ansehen, das in den Parallelübertragungen verloren ging... aber seien wir ehrlich: Kennt man das Resultat, ist das ganze etwa so prickelnd wie ein lauwarmes Bier ohne Kohlensäure. Nein, nein, lassen wir den Fussball für heute mal gut sein, setzen wir uns in den Garten und geniessen den Sommer – oder wer Lust hat, kann sich auch die neueste Rosamunde Pilcher Verfilmung antun, irgendwo läuft sicher so ein Unding.

In dem Sinne, gute, wenn auch kurze Erholung!

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