Montag, 4. Juni 2012

Kann es ein neues Griechen-Dänemark geben?




So sympathisch der Gewinn Dänemarks 1992 war, so war Griechenlands Triumph 2004 ein Wermutstropfen für den offensiven Fussball - ausser man ist Grieche – ganz abgesehen vom Schlag in die Magengrube Portugals, die für lange Zeit an dieser Niederlage nagen dürften. Alsdann hatte man das Gefühl, dass sich so einige Mannschaften fortan mit der Devise „zuerst mal kein Tor bekommen“ durch die Grossanlässe seuchten. Wir erinnern uns an so manches Gruppenspiel der letzten WM.

Doch wer wäre fähig, ein Griechen-Dänemark 2012 auf die Beine zu stellen? Die Griechen selber nicht, zu schwach scheinen die einstigen Rehakles besetzt und wie die europäischen Euro-Sympathien verteilt sind, überlasse ich jedem selbst. Die Schweden haben ein spannendes Kader mit einigen Talenten, doch wenn Ibrahimovic nicht trifft, wird es schwierig für das Team von Erik Hamren. Viel hängt auch dieses Mal wieder von ihrem eigenwilligen Star ab.

Die Dänen haben eine grausam schwierige Gruppe erwischt. Nein, die Floskel „an einer EM gibt es keine einfache Gruppe“ lassen wir hier für einmal nicht gelten. Wer wünscht sich schon Deutschland, Holland und Portugal als Gruppengegner? Die Polengruppe ist um einiges offener! Aussenseiterchancen eigentlich gleich Null in Gruppe B, so sehr ich die Dänen und ihren oft erfrischenden Fussball schätze.

Darf man ein Gastgeberland als Aussenseiter sehen? Im Falle von Polen und der Ukraine schon, wobei gerade letztere auf kaum einem Tippzettel notiert sein dürften. Aber ein richtiges Griechen-Dänemark gibt es sowieso nur ausser Landes! Also, streichen...

Bleiben noch die Iren, kampfstark, grün(weiss) und fähig einem „Grossen“ das ein oder andere Unentschieden zu erringen. Mehr dürfte für die Fussballer der keltischen Insel leider nicht drin liegen.

Also fabrizieren wir die Frage neu: Gibt es ein Griechen-Dänemark an der Euro 2012? Käumlich!

ph

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen